Home > Wissen: Übersicht > Modernisierung Teil 4: Dämmmaßnahmen – Außenwände, Fenster
Eine gute Dämmschicht verhindert hohe Wärmeverluste über die Außenwand (Grafik: Schwäbisch Hall AG/Sto)
Im Gegensatz zu anderen Maßnahmen – Dämmung von Decken oder Dächern – ist eine Außenwanddämmung relativ teuer. Sie kann jedoch dann sinnvoll sein, wenn andere Maßnahmen an der Außenfassade (Anstrich- oder Putzerneuerung) geplant sind.
Es sind im Vorfeld einige kritische Punkte zu beachten: Neben einem möglichen Denkmalschutz sind dies unter anderem das Vorhandensein eines genügenden Dachüberstandes sowie Brandschutzbestimmungen beim Überschreiten vorgegebener Dämmstoffdicken.
Um den sogenannten „Schießscharteneffekt“ zu vermeiden, können Fenster gegebenenfalls auch nach außen (in die Dämmebene) versetzt werden – allerdings gilt dies nur für den Blick von außen.
Die Dämmung erfolgt heute normalerweise mittels WDVS (Wärmedämmverbundsystemen).
Als Alternative zu einer Außenwanddämmung kommt die sogenannte Kerndämmung in Frage. Sie gilt als effektivste Form der Wanddämmung, setzt allerdings ein zweischaliges Mauerwerk (Verbreitung vor allem in Norddeutschland) vorraus.
Innenwanddämmungen werden heutzutage (Gefahr von Schimmelbildung hinter der Dämmung) in der Regel nicht mehr empfohlen.
Bei der Erneuerung von Fenstern sollte auf Wärmeschutzverglasung geachtet werden.
Erfolgt ein Austausch ohne Wanddämmung, so kann es zu einer Verschiebung der Taupunktebene kommen.